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Bienenkompass
Vom ersten Volk bis zur Ernte – Schritt für Schritt begleitet.
🐝
Kostenloser Einstieg
Du erhältst hier zunächst den kostenlosen Bienenkompass mit Schritt 1 und dem Thema "Schwarmzeit". Mit Abschluss des Abos erhältst du vollen Zugriff auf den kompletten Kurs, das gesamte Nachschlagewerk und den KI-Chat.
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Saisonaler Hinweis
Ende August ist Zeit für die Varroa-Kontrolle. Schau im Nachschlagewerk unter "Krankheiten" nach.
Dein Lernpfad
Ein fester Kurs für den Einstieg, Schritt für Schritt.
1
Schritt 1 – Grundausstattung
Schutzkleidung, Smoker, Beute: was du wirklich brauchst.
2
Schritt 2 – Das Bienenjahr verstehen
Wie ein Volk durchs Jahr lebt, und wo du gerade stehst.
3
Schritt 3 – Die erste Durchsicht
Ruhig öffnen, Waben lesen, die Königin erkennen.
Passt am besten: Frühjahr
4
Schritt 4 – Erweitern und Raum geben
Wann ein Volk mehr Platz braucht und wie du erweiterst.
Passt am besten: Frühjahr/Frühsommer
5
Schritt 5 – Schwarmzeit erkennen
Weiselzellen deuten und richtig reagieren.
Passt am besten: Mai/Juni
Schritt 2 – Das Bienenjahr verstehen
Ein Bienenvolk ist nie gleich groß. Es wächst im Frühjahr auf mehrere Zehntausend Tiere an und schrumpft im Winter auf einen kleinen Kern zusammen. Wenn du weißt, in welcher Phase dein Volk gerade steckt, verstehst du auch, was gerade zu tun ist. Die Monate gelten für Mitteleuropa – je nach Wetterjahr kann sich alles um 1–2 Wochen verschieben.
März – Mai
Frühjahr: Aufbauphase
Steigende Temperaturen kurbeln die Legetätigkeit der Königin an, das Volk wächst rasant. Gib rechtzeitig Raum, aber störe das Brutnest nicht mit kalten Leerwaben.
Wärme steigt, Königin legt, Brutnest wächst
Mai – Juni
Frühsommer: Höchststand & Schwarmzeit
Das Volk erreicht seine größte Stärke – und damit das höchste Schwarmrisiko. Kontrolliere alle 7 bis 9 Tage auf Weiselzellen und setze den Honigraum auf.
Drei Bienen kreisen eng um die Königin – kaum noch Platz im Nest
Juni – August
Sommer: Ernte & Pflege
Die Haupttracht läuft, erste Honigwaben werden reif. Parallel startet die Kontrolle auf Varroa-Befall.
Biene sammelt Nektar, Honig tropft ins Glas
August – Oktober
Spätsommer/Herbst: Einwinterung
Das Volk zieht langlebige Winterbienen auf. Jetzt fütterst du Zuckersirup zu und behandelst gegen Varroa.
Zuckersirup tropft ins Volk, während gegen die Varroamilbe (rot) behandelt wird
November – Februar
Winter: Ruhephase
Die Bienen bilden eine Wintertraube und halten sich durch Muskelzittern warm. Öffne die Beute so wenig wie möglich.
Bienen ballen sich zur kompakten Traube und wärmen sich gemeinsam
Kurzcheck
In welcher Phase ist das Schwarmrisiko am höchsten?
Im Frühsommer (Mai–Juni), wenn das Volk seine Maximalgröße erreicht hat.
Was ist im Winter die wichtigste Regel?
Das Volk möglichst in Ruhe lassen – die Wintertraube reguliert sich selbst.
Wann beginnt typischerweise die Varroa-Kontrolle?
Im Sommer, parallel zur Haupttracht und ersten Honigernte.
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Rahmenaufbau: Frühjahr
So sieht der Brutraum eines normal arbeitenden Wirtschaftsvolkes im Frühjahr aus, vereinfacht dargestellt. Die genaue Verteilung schwankt je nach Volk und Witterung.
Futter/Honig
Pollen
Brut
Leerwabe/Mittelwand
Brutraum (10 Rähmchen)
Das Brutnest sitzt zentral und wächst von Woche zu Woche. Links und rechts davon liegt der Futterkranz aus Pollen- und Futterwaben, der die Ammenbienen versorgt. Am Rand hängst du bei Bedarf eine Leerwabe oder Mittelwand dazu – aber nie mitten ins Brutnest, sondern immer außen am Rand.
Rahmenaufbau: Frühsommer / Schwarmzeit
Jetzt ist das Volk auf Maximalgröße, und der Honigraum kommt oben über den Brutraum hinzu – getrennt durch ein Absperrgitter, das die Königin am Eierlegen im Honigraum hindert.
Futter/Honig
Pollen
Brut
Honigraum (reine Honigwaben, über Absperrgitter)
Brutraum (voll besetzt)
Der Brutraum ist jetzt bis auf den schmalen Futterkranz komplett mit Brut belegt – genau das erzeugt den Raummangel, der zur Schwarmstimmung führt. Kontrolliere die Wabenunterkanten alle 7 bis 9 Tage auf Weiselzellen.
Rahmenaufbau: Sommer
Zur Haupttracht sitzen oft zwei Honigräume auf dem Brutraum, während das Brutnest schon leicht kleiner wird.
Futter/Honig
Pollen
Brut
Leerwabe/Mittelwand
2. Honigraum
1. Honigraum
Brutraum (leicht abnehmend)
Sind die Honigwaben zu mindestens zwei Dritteln verdeckelt, kannst du ernten. Lass dabei immer einen halb gefüllten Futterkranz im untersten Honigraum als Reserve für das Volk zurück.
Rahmenaufbau: Spätsommer / Herbst
Die Honigräume sind bereits abgeerntet. Das Volk wird jetzt gezielt mit Futter für den Winter versorgt, während das Brutnest schrumpft.
Futter/Honig
Pollen
Brut
Brutraum (Einwinterung)
Die Futterwaben nehmen sichtbar zu – Ziel sind je nach Beutengröße rund 15 bis 20 kg Winterfutter im Volk. Das Brutnest ist kleiner, weil die Königin ihre Legetätigkeit reduziert. Jetzt erfolgt außerdem die Hauptbehandlung gegen die Varroamilbe.
Rahmenaufbau: Winter
Das Volk zieht sich zur Wintertraube zusammen. Nur ein Teil der Waben ist überhaupt noch von Bienen besetzt.
Futter/Honig
Wintertraube
Brutraum (Winterruhe)
Die Traube sitzt mittig zwischen den Futterwaben und wandert im Laufe des Winters langsam nach oben und zur Seite, um an neue Vorräte zu gelangen. Störe das Volk in dieser Zeit so wenig wie möglich – jedes Öffnen kostet wertvolle Wärme.
Schritt 1 – Deine Grundausstattung
Alle Werkzeuge, die du für den Einstieg brauchst, im Überblick. Preis spielt hier erstmal keine Rolle – wichtiger ist der Unterschied zwischen Einsteiger- und Profi-Qualität. Erweitertes Equipment wie Honigschleuder oder Absperrgitter kommt erst später, wenn dein Volk wächst.
1. Schutzjacke mit Schleier
Schützt Gesicht und Oberkörper – das Wichtigste zuerst.
Hinweis: Die Links führen dich zu den passenden Kategorie-Seiten der jeweiligen Fachhändler (Holtermann, Biene24, Bienen-Ruck, The HoneyFactory), nicht zu einzelnen Produkten – so bleiben sie auch dann korrekt, wenn sich einzelne Artikel oder Preise ändern. Schau dich dort in Ruhe um und vergleiche die aktuellen Angebote.
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Schritt 3 – Die erste Durchsicht
Der erste Blick ins offene Volk ist für die meisten Einsteiger der aufregendste Moment. Mit der richtigen Vorbereitung und ein wenig Ruhe geht dabei nichts schief.
1
Vorbereitung
Wähle einen warmen, windstillen Tag ohne Regen – ideal sind 18 °C oder mehr. Die beste Tageszeit ist später Vormittag bis früher Nachmittag, wenn viele Flugbienen unterwegs und das Volk entspannter ist.
Smoker rechtzeitig anzünden und ruhig glimmen lassen
Schutzkleidung vollständig anlegen, auch wenn du dich sicher fühlst
Werkzeug (Stockmeißel, Besen) griffbereit neben die Beute legen
2
Die Beute ruhig öffnen
Gib vor dem Öffnen ein bis zwei sanfte Rauchstöße vor das Flugloch, warte kurz, und wiederhole das unter dem Deckel. Hebe den Deckel langsam an – hastige Bewegungen machen die Bienen nervös, nicht der Rauch oder deine Anwesenheit an sich.
3
Waben lesen lernen
Ziehe die Rähmchen einzeln und langsam heraus. Du wirst verschiedene Zellinhalte sehen: verdeckelte Brut (gewölbter, hellbrauner Deckel), offene Brut (weiße Larven), Eier (winzig, stehen aufrecht am Zellgrund), Pollen (bunt, glänzend) und Honig (mit hellem Wachsdeckel). Ein geschlossenes, lückenloses Brutbild ist ein gutes Zeichen für eine gesunde Königin.
4
Die Königin erkennen
Die Königin ist größer und länglicher als die Arbeiterinnen und bewegt sich meist ruhiger, oft umringt von einem "Hofstaat" aus Arbeiterinnen. Als Einsteiger musst du sie nicht zwingend selbst finden: Frische Eier – jeweils eines pro Zelle, senkrecht stehend – zeigen dir zuverlässig, dass sie vor Kurzem da war und gut legt.
5
Richtig wieder schließen
Setze die Rähmchen in der ursprünglichen Reihenfolge und Ausrichtung zurück, ohne Bienen zu quetschen. Als Faustregel gilt: Halte das Volk nicht länger als 10 bis 15 Minuten offen, damit es nicht auskühlt und der Tagesablauf der Bienen möglichst wenig gestört wird.
Kurzcheck
Woran erkennst du zuverlässig, dass eine Königin im Volk aktiv ist, auch ohne sie selbst zu sehen?
An frischen Eiern – einem pro Zelle, senkrecht stehend am Zellgrund.
Wie lange sollte eine Durchsicht maximal dauern?
Als Faustregel etwa 10 bis 15 Minuten, damit das Volk nicht auskühlt.
Wann solltest du am besten eine Durchsicht machen?
An einem warmen, windstillen Tag, später Vormittag bis früher Nachmittag.
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Schritt 4 – Erweitern und Raum geben
Genug Platz zur richtigen Zeit ist eine der wichtigsten Stellschrauben, die du als Imker in der Hand hast – und einer der häufigsten Anfängerfehler passiert genau hier.
1
Warum Raum geben so wichtig ist
Zu wenig Platz ist einer der Hauptauslöser für Schwarmstimmung – das Volk fühlt sich beengt und bereitet sich darauf vor, mit der alten Königin auszuziehen. Zu viel Platz auf einmal ist aber genauso ein Problem: Das Volk kann die zusätzliche Fläche nicht warm halten und gegen Eindringlinge wie Wachsmotten verteidigen.
2
Woran du erkennst, dass Raum fehlt
Bienen "bärteln" vorm Flugloch – eine dichte Traube sitzt außen am Stock, auch wenn es nicht besonders heiß ist
Die Wabengassen sind voll besetzt, kaum noch Bewegungsfreiheit zwischen den Rähmchen
Baurahmen oder Randwaben werden auffällig schnell ausgebaut
3
Zwei Arten von Erweiterung
Brutraum erweitern: Du hängst zusätzliche Rähmchen mit Mittelwänden seitlich ein, wenn das Brutnest selbst wächst.
Honigraum aufsetzen: Ein separater Kasten kommt oben drauf, meist getrennt durch ein Absperrgitter, sobald Trachtbeginn und ein bereits volles Brutnest zusammenfallen.
4
So gehst du beim Erweitern vor
Hänge neue Waben immer am Rand ein, nie mitten ins Brutnest – das würde die Brut auskühlen. Erweitere Wabe für Wabe statt alles auf einmal, besonders bei noch kleineren Völkern. Kontrolliere nach 1 bis 2 Wochen, ob die neuen Waben angenommen und ausgebaut werden, bevor du weiter erweiterst.
5
Typischer Fehler von Einsteigern
Am häufigsten wird zu spät erweitert – das Volk sitzt bereits eng, und die Schwarmstimmung hat schon begonnen, bevor der Imker reagiert. Das Gegenteil kommt aber auch vor: zu früh oder zu viel Raum auf einmal, sodass ein noch kleines Volk die Fläche nicht bewachen und warm halten kann.
Kurzcheck
Woran erkennst du, dass ein Volk mehr Raum braucht?
Zum Beispiel am "Bärteln" vor dem Flugloch, vollen Wabengassen oder schnell ausgebauten Randwaben.
Wo hängst du eine neue Wabe ein – mitten ins Brutnest oder am Rand?
Immer am Rand, nie mitten ins Brutnest, sonst kühlt die Brut aus.
Was ist der häufigste Erweiterungsfehler bei Einsteigern?
Zu spät erweitern – das Volk sitzt schon eng und die Schwarmstimmung hat bereits begonnen.
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Schritt 5 – Schwarmzeit erkennen
Die Schwarmzeit ist der Moment im Jahr, in dem regelmäßige Kontrolle am wichtigsten ist. Wenn du weißt, worauf du achten musst, verlierst du kaum ein Volk.
1
Was Schwarmstimmung eigentlich ist
Schwarmstimmung ist der natürliche Vermehrungstrieb des Volkes: Die alte Königin zieht mit einem großen Teil der Bienen aus, um ein neues Zuhause zu suchen. Im ursprünglichen Stock bleibt eine neu heranwachsende Königin zurück. Das ist kein Fehler von dir als Imker, sondern ganz normales Bienenverhalten – meist aber unerwünscht, weil dein Volk dadurch stark geschwächt wird und weniger Honig bringt.
2
Die eindeutigen Warnzeichen
Weiselzellen an der Wabenunterkante – das sicherste und eindeutigste Anzeichen
Die Königin legt spürbar weniger Eier
Das Volk bärtelt vermehrt vor dem Flugloch und wirkt insgesamt unruhiger
3
Wie du Weiselzellen kontrollierst
Kontrolliere während der Schwarmzeit alle 7 bis 9 Tage gezielt danach. Kippe dazu die Rähmchen leicht und schau direkt auf die Wabenunterkante – dort sitzen Weiselzellen am häufigsten, seltener auch mitten in der Wabenfläche.
4
Was tun, wenn du Weiselzellen findest?
Es gibt mehrere anerkannte Techniken, um jetzt zu reagieren, etwa einen Ableger zu bilden oder gezielt Zellen zu brechen – das ist aber ein eigenes, fortgeschritteneres Thema für sich. Als Einsteiger ist das Wichtigste: nicht in Panik geraten. Wende dich an einen erfahrenen Imker oder deinen örtlichen Imkerverein, bevor du selbst eingreifst.
5
Was, wenn der Schwarm schon weg ist?
Kein Grund zur Sorge: Ein abgegangener Schwarm setzt sich meist erstmal in der Nähe als dichte Traube an einem Ast oder ähnlichem ab, bevor er weiterzieht. In dieser Zeit lässt er sich oft noch einfangen – auch hier hilft dir im Zweifel dein Imkerverein weiter.
Kurzcheck
Was ist das sicherste Anzeichen für Schwarmstimmung?
Weiselzellen an der Wabenunterkante.
In welchem Rhythmus solltest du während der Schwarmzeit kontrollieren?
Alle 7 bis 9 Tage.
Was solltest du als Einsteiger tun, wenn du Weiselzellen findest?
Ruhig bleiben und einen erfahrenen Imker oder Imkerverein kontaktieren, statt sofort selbst einzugreifen.
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Dein Konto
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Angemeldet bei Bienenkompass
Impressum
Angaben gemäß § 5 DDG (Digitale-Dienste-Gesetz)
Andreas Harms
Buschweiher 8
41238 Mönchengladbach
Deutschland
Kontakt
E-Mail: an.ha@etik.com
Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV
Andreas Harms (Anschrift wie oben)
Umsatzsteuer Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen.
Streitschlichtung
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
AGB & Widerrufsbelehrung
1. Anbieter und Gegenstand
Anbieter ist Andreas Harms, Buschweiher 8, 41238 Mönchengladbach (siehe Impressum). Gegenstand ist der digitale „Bienenkompass Saisonpass“: der Zugang zu allen Kursschritten, der Themen-Bibliothek und dem KI-Chat für eine Imkersaison.
2. Preis und Zahlung
Der Saisonpass kostet 24,95 €. Wer innerhalb von 7 Tagen nach seiner Registrierung kauft, zahlt 18,95 €. Es handelt sich um einen Einmalpreis ohne automatische Verlängerung. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe.
3. Laufzeit
Der Zugang gilt für eine Imkersaison, bis zum 31. Oktober des Jahres des Kaufs.
4. Widerrufsrecht
Du hast das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. Um dein Widerrufsrecht auszuüben, musst du uns (Andreas Harms, Buschweiher 8, 41238 Mönchengladbach, E-Mail: an.ha@etik.com) mittels einer eindeutigen Erklärung über deinen Entschluss, den Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Frist reicht es, dass du die Mitteilung vor Ablauf der Frist absendest.
5. Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten
Wenn du ausdrücklich zustimmst, dass wir mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und bestätigst, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst, sobald der Zugang freigeschaltet ist, erlischt dein Widerrufsrecht mit der Freischaltung (§ 356 Abs. 5 BGB). Diese Zustimmung gibst du vor dem Kauf ab.
6. Streitschlichtung
Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Stand: Oktober 2026.
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2. Erhobene Daten
Bei der Registrierung erheben wir deine E-Mail-Adresse und ein verschlüsseltes Passwort. Zusätzlich speichern wir deinen Lernfortschritt in unserem Kurs (welche Schritte du abgeschlossen hast), sobald du angemeldet bist. Wenn du den Saisonpass kaufst, speichern wir außerdem, dass und wann du bezahlt hast, um dein Konto freizuschalten (Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, Vertragserfüllung). Rechnungsdaten bewahren wir im Rahmen gesetzlicher Aufbewahrungspflichten auf.
3. Zweck der Verarbeitung
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Themen-Bibliothek
Gezielt nachlesen, wenn eine Frage akut ist.
🐝
Schwarmzeit
Anzeichen erkennen und vorbeugen
🩺
Krankheiten
Varroa, Faulbrut & Co. erkennen
❄️
Überwinterung
Volk sicher durch den Winter bringen
🍯
Honigernte
Zeitpunkt, Schleudern, Abfüllen
👑
Königin
Erkennen, zeichnen, ersetzen
🌸
Trachtpflanzen
Was in deiner Region blüht
🐝 Schwarmzeit
Kurzreferenz zum Nachschlagen. Die ausführliche Version mit Kurzcheck findest du im Kurs unter Schritt 5.
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Sicherstes Warnzeichen
Weiselzellen an der Wabenunterkante. Kontrolliere während der Hauptschwarmzeit (Mai/Juni) alle 7 bis 9 Tage gezielt danach.
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Weitere Anzeichen: das Volk bärtelt vermehrt vor dem Flugloch, die Königin legt spürbar weniger Eier, das Volk wirkt insgesamt unruhiger als sonst.
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Weiselzellen gefunden? Ruhig bleiben, nicht selbst experimentieren. Wende dich an einen erfahrenen Imker oder deinen örtlichen Imkerverein für die passende Technik (z. B. Ablegerbildung).
🩺 Krankheiten
Die häufigsten Gesundheitsprobleme im Überblick, mit Erkennung, Kontrolle und Behandlungszeitpunkten. Bei Verdacht auf eine anzeigepflichtige Krankheit immer das zuständige Veterinäramt informieren.
1
Varroamilbe – die häufigste Bedrohung
Die rötlich-braune Milbe vermehrt sich in der Brut, schwächt Bienen und überträgt Viren. Unbehandelt bricht ein Volk meist innerhalb von 1 bis 3 Jahren zusammen. Bei starkem Befall erkennst du sie an deformierten Flügeln schlüpfender Bienen.
2
Varroa: Befall messen
Am gängigsten ist die Gemülldiagnose: Eine Windel (beschichtete Einlage) wird für 3 Tage unter dem Gitterboden platziert und der natürliche Milbenfall ausgezählt. Faustregel zur Hochrechnung: täglicher Milbenfall × 120 im Sommer (mit Brut), × 300 bis 400 im brutfreien Winter. Ab Mitte Juni (Sommersonnenwende) solltest du monatlich kontrollieren.
3
Varroa: Behandlungskonzept im Jahresverlauf
Frühjahr/Sommer: Biotechnische Maßnahmen wie Drohnenbrutentnahme (Varroa vermehrt sich bevorzugt dort) und Ablegerbildung, um den Befall ohne Medikamente zu senken.
Sommer (ab Schadschwelle von ca. 5–10 Milben/Tag): Behandlung mit Ameisensäure, meist zwei- bis dreimalige Wiederholung, direkt nach der letzten Honigernte.
Winter: Die entscheidende Restentmilbung erfolgt mit Oxalsäure im brutfreien Zustand des Volkes (meist Dezember), da Oxalsäure dann am wirksamsten ist.
4
Amerikanische Faulbrut (AFB)
Eine anzeigepflichtige, hoch ansteckende bakterielle Brutkrankheit – bei Verdacht besteht gesetzliche Meldepflicht beim zuständigen Veterinäramt. Typische Anzeichen: eingesunkene, rissige Brutdeckel und ein lückenhaftes Brutbild. Zur Erstprüfung dient die Streichholzprobe: Ein Streichholz wird in die zersetzte Brut getaucht – zieht sich beim Herausziehen ein schleimiger, fadenziehender Faden, besteht ein anzeigepflichtiger Verdacht. Die endgültige Bestätigung erfolgt im Labor. Bei einem bestätigten Fall richtet das Veterinäramt einen Sperrbezirk mit mindestens 1 km Radius ein.
5
Nosemose
Eine Darmerkrankung erwachsener Bienen durch die Einzeller Nosema apis oder Nosema ceranae, auch "Frühjahrsschwindsucht" genannt. Anders als AFB ist sie nicht anzeigepflichtig – die Verantwortung liegt vollständig beim Imker. Typische Anzeichen: braune bis gelbliche Kotspuren am Flugloch und an der Beute, flugunfähige, ziellos krabbelnde Bienen, ein geschwächtes Volk. Eine sichere Diagnose liefert nur eine Laboruntersuchung. Vorbeugung ist wichtiger als Behandlung: trockener, sonniger Standort, regelmäßiger Wabenaustausch, starke und stressfreie Völker, kein Flüssigfutter im Winter (fördert Durchfall).
Grundsatz für alle drei Krankheiten: Regelmäßige, ruhige Durchsichten sind dein wichtigstes Frühwarnsystem. Bei jeder Unsicherheit lieber einmal zu viel einen erfahrenen Imker, deinen Imkerverein oder das Veterinäramt kontaktieren als zu spät zu reagieren.
❄️ Überwinterung
Von der Futterberechnung bis zur Winterruhe – die wichtigsten Zahlen und Zeitpunkte für eine sichere Einwinterung.
1
Futtermenge berechnen
Als Faustregel brauchen einzargig eingewinterte Völker etwa 15 kg Winterfutter, zweizargige Völker oder Großraumbeuten eher 20 kg. Wichtig: Zu wenig Futter lässt das Volk verhungern, zu viel Futter kann im Sommer die Legetätigkeit der Königin einschränken (das Volk "schnürt sich ein") – die Menge sollte also möglichst genau passen.
2
Zuckerlösung richtig ansetzen
Für die Wintereinfütterung wird meist eine konzentrierte Lösung im Verhältnis 3 Teile Zucker zu 2 Teilen Wasser verwendet, damit die Bienen weniger Energie fürs Eindicken aufwenden müssen. Nur reinen, weißen Haushaltszucker verwenden (keine Ballaststoffe) und die Lösung in lauwarmem Wasser auflösen. Als grobe Umrechnung gilt: 1 kg zugefügter Zucker entspricht ungefähr 1 kg eingelagertem Futter.
3
Der richtige Zeitpunkt
Die Fütterung beginnt direkt nach der letzten Honigernte, meist Ende Juli bis September. Bei Temperaturen unter 10 °C nehmen die Bienen kaum noch Futter an – ein rechtzeitiger Start ist deshalb entscheidend. Füttere möglichst nur abends, wenn weniger fremde Wespen und Bienen unterwegs sind, das senkt die Räubereigefahr.
4
Fütterung und Varroa-Behandlung abstimmen
Fütterst du mit Ameisensäure gegen Varroa, sollte nicht zeitgleich flüssig eingefüttert werden – das Futter verdünnt die Säure und macht die Behandlung wirkungslos. Halte hier einen zeitlichen Abstand von etwa 5 Tagen zwischen Fütterung und Säurebehandlung ein.
5
Räuberschutz
Ab Mitte August lohnt sich eine Fluglochverkleinerung, damit ein geschwächtes Volk sein Flugloch leichter gegen eindringende Wespen oder fremde Bienen verteidigen kann. Verschüttete Zuckerlösung immer sofort und gründlich wegwischen – der Geruch lockt sonst Räuber an.
6
Während des eigentlichen Winters gilt: Beute möglichst geschlossen und ungestört lassen. Eine kurze Kontrolle des Fluglochs auf Verstopfung durch tote Bienen oder Schnee reicht völlig aus.
🍯 Honigernte
Vom Erkennen der Erntereife bis zum fertig abgefüllten Glas – mit den wichtigsten Zahlen und rechtlichen Grenzwerten.
1
Erntereife prüfen
Sind die Honigwaben zu mindestens zwei Dritteln verdeckelt, ist der Honig in der Regel reif genug zum Ernten. Ein "Klopftest" (Wabe kräftig schütteln, es darf nichts heraustropfen) gibt zusätzliche Sicherheit. Verdeckelter Honig ist von den Bienen selbst schon getrocknet und "fertig" – unreifer Honig enthält noch zu viel Wasser und ist nicht lagerfähig.
2
Wassergehalt – die wichtigste Kennzahl
Die deutsche Honigverordnung erlaubt für die meisten Honige maximal 20 % Wassergehalt, ab diesem Wert gilt Honig als nicht mehr ohne Weiteres verkehrsfähig. Willst du deinen Honig im Glas des Deutschen Imkerbundes (DIB) verkaufen, gilt eine strengere Grenze von maximal 18 %. In der Praxis empfiehlt sich ein Zielbereich von 15–17 % für gute Lagerstabilität und geringes Gärungsrisiko. Gemessen wird mit einem Refraktometer, am besten schon vor der Ernte an Stichproben aus verschiedenen Waben.
3
Entdeckeln
Vor dem Schleudern werden die Wachsdeckel der Zellen entfernt, damit der Honig herausfließen kann – klassisch mit einer Entdeckelungsgabel oder einem beheizten Entdeckelungsmesser. Das abgeschabte Wachs (Entdeckelungswachs) lässt sich später separat einschmelzen und weiterverwenden.
4
Schleudern
Die entdeckelten Waben kommen in die Honigschleuder, die den Honig durch Zentrifugalkraft aus den Zellen löst, ohne die Wabenstruktur selbst zu zerstören. So können die Waben oft direkt wieder ins Volk zurückgehängt werden.
5
Sieben und Klären
Der geschleuderte Honig läuft durch ein grobes und ein feines Sieb, um Wachsreste und Luftblasen herauszufiltern. Danach ruht er einige Tage in einem Klärbehälter (Abschäumen), damit feine Verunreinigungen und Schaum an die Oberfläche steigen und abgeschöpft werden können.
6
Abfüllen und Lagern
Fülle den Honig zügig nach der Klärung ab, solange er noch cremig-flüssig ist. Lagere fertig abgefüllte Gläser danach kühl, trocken, dunkel und geruchsfrei – im Idealfall bei maximal 15 °C und unter 55 % Luftfeuchtigkeit, da Honig Feuchtigkeit aus der Luft ziehen kann.
7
Genug für das Volk zurücklassen
Lass immer einen halb gefüllten Futterkranz im untersten Honigraum als Reserve für das Volk zurück – nicht alles abernten, besonders nicht bei der letzten Ernte der Saison vor der Einwinterung.
Rechtlicher Hinweis: Wer Honig verkauft, muss zusätzlich Kennzeichnungspflichten beachten (u. a. Erzeugerangabe, Mindesthaltbarkeitsdatum, Losnummer). Die genauen Vorgaben findest du in der deutschen Honigverordnung bzw. beim Deutschen Imkerbund.
👑 Königin
Erkennen, markieren und wissen, wann ein Wechsel ansteht.
1
Erkennen
Größer und länglicher als Arbeiterinnen, bewegt sich meist ruhiger, oft von einem "Hofstaat" umgeben. Einfacher für Einsteiger: frische Eier (eines pro Zelle, senkrecht stehend am Zellgrund) zeigen zuverlässig, dass eine Königin aktiv legt, auch wenn du sie selbst nicht findest. Die beste Zeit zum gezielten Suchen ist das Frühjahr, wenn noch nicht zu viele Bienen im Volk sind.
2
Markieren – warum und wie
Ein farbiger Punkt auf dem Rücken (Thorax) macht die Königin auf einen Blick auffindbar und verrät zugleich ihr Alter. Gefangen wird sie meist sanft mit einem Zeichenröhrchen oder -käfig, das sie fixiert, ohne sie zu verletzen. Der Punkt kommt mittig auf den Rücken zwischen die Flügelansätze, mit einem speziellen, für Bienen ungiftigen Lackstift. Tipp für den Einstieg: Das Fixieren und Markieren lässt sich gefahrlos an Drohnen üben, da sie nicht stechen können.
3
Der internationale Farbcode
Weltweit einheitlich, wiederholt sich alle 5 Jahre nach der Endziffer des Jahres:
Weiß – Endziffer 1 oder 6 (z. B. 2026, 2031)
Gelb – Endziffer 2 oder 7 (z. B. 2027, 2032)
Rot – Endziffer 3 oder 8 (z. B. 2028, 2033)
Grün – Endziffer 4 oder 9 (z. B. 2029, 2034)
Blau – Endziffer 5 oder 0 (z. B. 2030, 2035)
Da Königinnen selten älter als 5 Jahre werden, reicht dieser Fünf-Farben-Zyklus für ein ganzes "Königinnenleben".
4
Wann ersetzen?
Typische Gründe für einen Königinnenwechsel: sie ist zu alt (ab dem 2.–3. Jahr lässt die Legeleistung meist spürbar nach), das Brutbild wird lückenhaft statt kompakt, oder das Volk verhält sich auffällig aggressiv. Ein nützlicher Nebeneffekt der Markierung: Findest du irgendwann eine unmarkierte Königin im Volk, weißt du sofort, dass sich die Bienen selbst eine neue "stille" Königin nachgezogen haben (stille Umweiselung).
🌸 Trachtpflanzen
Überblick über typische Blühzeiten in Mitteleuropa – lokal kann es abweichen.
1
Nektar und Pollen – zwei verschiedene Dinge
Nektar ist die Energiequelle: Aus ihm entsteht Honig, der vor allem als "Treibstoff" fürs Volk dient. Pollen liefert dagegen Eiweiß und wird für die Aufzucht von Larven und Winterbienen gebraucht. Ein Volk sammelt pro Jahr grob 70–80 kg Honig als Wintervorrat und 25–30 kg Pollen. Manche Pflanzen liefern viel von beidem, andere nur eins – Fachleute bewerten das mit dem sogenannten Trachtwert von 0 bis 4 für Nektar (N) und Pollen (P) getrennt.
2
Frühtracht (März–Mai)
Weidenkätzchen, Obstbaumblüte (Apfel, Kirsche), Raps – wichtig für den ersten Wachstumsschub des Volkes. Raps zählt zu den ergiebigsten Trachten überhaupt, kristallisiert aber sehr schnell in der Wabe – nicht zu spät nach der Blüte schleudern.
3
Das "Juniloch"
Zwischen Frühtracht und Haupttracht entsteht oft eine Versorgungslücke, wenn z. B. der Raps verblüht ist und Linde oder Wald noch nicht tragen. In dieser Zeit müssen die Völker von ihren Reserven leben – ein Grund, warum Fütterungskontrollen auch mitten im Bienenjahr sinnvoll sein können, nicht nur im Herbst.
4
Haupttracht (Juni–Juli)
Linde, Klee, Robinie (im Handel oft "Akazienhonig" genannt, botanisch aber keine echte Akazie) sowie Waldtracht (Honigtau) – hier entsteht meist der Großteil des Honigertrags. Waldtracht entsteht nicht aus Blüten, sondern aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blatt- und Rindenläusen auf Nadelbäumen wie Fichte und Tanne, verarbeitet zum dunkleren, mineralreicheren Waldhonig.
5
Spättracht (August–September)
Heidekraut, Goldrute, Springkraut und vor allem Efeu (blüht bis in den Oktober) liefern wichtige letzte Pollen- und Nektarquellen vor dem Winter. Genau in dieser Phase werden die langlebigen Winterbienen aufgezogen – ihre Qualität hängt direkt von einer guten Pollenversorgung in dieser Zeit ab.
Praxistipp: Beobachte, was in deiner unmittelbaren Umgebung (im Flugradius der Bienen von ca. 2–3 km) tatsächlich blüht – die genaue Trachtsituation ist immer sehr standortabhängig und kann sich von Jahr zu Jahr auch witterungsbedingt verschieben.
Frag mich
Für akute Probleme – jederzeit erreichbar.
Hallo! Was ist bei deinem Volk gerade los? Beschreib mir kurz, was du beobachtest.